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In München: Wie geht Veränderung?

Im April setzen wir die Veranstaltungsreihe „In München“ fort und fragen diesmal: Wie geht Veränderung?

Viele Projekte entwickeln derzeit Modelle für neue Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsformen. Einige der Stichworte sind: Tauschen, teilen und leihen statt besitzen, Wohnprojekte und neue Genossenschaften, Postwachstumsökonomie und Gemeinwohlwirtschaft.

Eine Frage, die sich für alle stellt, ist: Welche Innovationskraft geht davon für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung aus? Leben all diese Projekte letztlich doch von dem System, in dem sie stattfinden? Gibt es so etwas wie eine allmähliche Transformation oder geschieht eine solche nur in unausweichlichen Krisensituationen? Wie also verorten sich Projekte im großen Ganzen. Und welche gesellschaftlichen Dynamiken lassen sich derzeit beobachten – lokal und global?

VORTRAG:

„Gibt es ein richtiges Leben im Falschen?“
Gesellschaften verändern sich – von selbst, ob wir wollen oder nicht, manchmal auch gegen unseren Willen. Gesellschaften sind zugleich nicht aus einem Guss, so dass durchaus Unterschiedliches gewollt wird. Was nun Veränderungen hervorbringt, ist deshalb keine triviale Frage. Aus soziologischer Perspektive gibt es dazu sowohl eher desillusionierende Antworten, aber auch das Gegenteil. In dieser Spannung bewegt sich der Vortrag, der weder in desillusionierender, noch in unrealistisch visionärer Absicht gehalten wird, sondern im Gestus ebenso engagierter wie distanzierter Aufklärung.

Prof. Dr. Armin Nassehi, Ludwig-Maximilian-Universität, München

WORKSHOPS:

„Projekte und Stadtstruktur“
Aus Projekten können neue Strukturen in der Stadt werden. So hat die Münchner Wohnungspolitik Rahmenbedingungen geschaffen, die es neuen Wohnformen ermöglichen, nicht vom Markt verdrängt zu werden. Auch kulturelle Projekte brauchen wirksame Rahmenbedingungen. Temporäre Zwischennutzungen und neue bezahlbare Räume gleichermaßen. Anhand von Beispielen diskutieren wir in diesem Workshop den Weg von der zivilgesellschaftlichen Initiative in die Politik und zurück.

Mit:
Patrick Gruban, Rosy Green Wool, Puerto Giesing, Nerd Nite, München
Michael Hardi, Referat für Stadtplanung und Bauordnung, München
Christian Stupka, WOGENO München eG, München

„Sharing als Lebens- und Geschäftsmodell“
Menschen haben (wieder) entdeckt, dass sie Dinge nicht besitzen müssen, sondern teilen können. Das Auto hat als Statussymbol ausgedient. Viele Geräte braucht man nur gelegentlich. Räume können gemeinsam genutzt werden. Offene Werkstätten, Leihläden, Foodsharing: Inzwischen sind aus diesen zivilgesellschaftlichen Initiativen auch neue Geschäftsmodelle entstanden. Teilen als Modell für ein gutes Leben und Teilen als Geschäftmodell – in welchem Verhältnis stehen diese Ansätze zueinander? Gibt es Widersprüche, Konkurrenzen oder können sich beide auch ergänzen?

Mit:
Miriam Kronester, Foodsharing, München
Uwe Lübberman, Premium Cola, Hamburg
Sebastian Todt, Telefonica, München
Daniel Überall, Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis, München

„Blaupausen für die Apokalypse“
Transformationen sind ein stetiger Prozess. Wer sich umschaut, dem fällt auf: Verändern müssen wir uns in vielen Lebensbereichen. Doch WO, WANN und WIE fange ich an? Dieser Workshop setzt bei uns selbst an. Wir diskutieren und formulieren erste konkrete Schritte für einen Lebensstil in der Postwachstumsökonomie und fragen uns, warum Erkenntnisse nicht immer zu Handlungen führen – oder manchmal eben doch. Wir zeichnen Blaupausen für eine neue Gesellschaft.

Mit:
Dr. Horst Bokelmann, Kartoffelkombinat, München
Verena Hammes, Idealistischer Salon, München
Ina Hermina und Sissi Schmitz, Die Rausfrauen, München
Markus Mitterer, rehab republic, München

Das Programm zum Herunterladen.

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unterwegs

In den Allgäuer Alpen

Grünten

Grünten

Grünten

Grünten

Grünten

Grünten

Grünten

An meinem Geburtstagswochenende sind wir in die Allgäuer Alpen gefahren und haben den Grünten erwandert. Der Berg hat uns zwischenzeitlich ganz schön aus der Puste gebracht, aber der Blick über die Gipfelketten und in das Tal lassen jede Anstrengung vergessen. Und Geburtstagsanrufe auf einer Bergspitze entgegenzunehmen macht einfach glücklich.

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